#24: Brandtbeschleuniger

Shownotes

Folge 24 startet mit einem echten Erwachsenenproblem. Jesco muss Urlaub nehmen, weil sonst Urlaubstage verfallen. Luxusprobleme halt… Also wird das letzte Arbeitswochenende genutzt wie ein Profi es eben macht: mit sehr viel Fußball und sehr viel Meinung.

Der Spieltag hatte genug Stoff. Bayern gewinnt in Gladbach ziemlich entspannt, Werder verteilt gegen Union stabile 4:1 Grüße und in Wolfsburg geht langsam wirklich das Licht aus wie einst bei VW nach den Abgasskandalen 2015. Dieter Hecking soll es jetzt irgendwie retten, was auf dem Papier nach Erfahrung klingt, aber trotzdem ein bisschen nach letzter Patrone wirkt.

Bei Dortmund bleibt es maximal wechselhaft. Gegen Köln steht am Ende zwar ein Sieg, aber wieder keiner, bei dem man sich zurücklehnt und sagt, genau so soll das aussehen. Zu viel Chaos, zu wenig Kontrolle, viel zu viele Phasen, in denen man einem Gegner mit zehn Mann eher Hoffnung macht als ihn sauber wegzuspielen. Dazu noch die Diskussion um das mögliche Handspiel von Cuoto, bei dem Köln sich ziemlich sicher betrogen fühlen durfte.

Dann das Thema Julian Brandt. Der Abschied wirkt folgerichtig und trotzdem nicht klein. Dortmund verliert nicht nur einen technisch starken Spieler, sondern auch einen, der über Jahre einfach immer da war. Kaum verletzt, fast immer verfügbar, zuverlässig Scorer, oft mehr Strukturgeber als man ihm zugestanden hat. Kein klassischer Leader, klar. Aber vielleicht musste er das auch nie sein. Dass jetzt viel über das gesprochen wird, was er angeblich nie war, sagt auch einiges.

Dazu noch ein kleiner Abstecher in die zweite Liga, wo Schalke weiter Edin Dzeko genießt, in Münster dem VAR einfach mal der Stecker gezogen wird und das Nostalgie Quiz wieder komplett irgendwo zwischen Kultwissen und Fußballhirn eskaliert.

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